13.03.2006 .... wir waren dabei ....

Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt vom 14.3.06

 

Max-Planck-Institut ist „Ort der Ideen“

Katlenburg-Lindau. Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau ist gestern von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ort der Ideen“ ausgezeichnet worden – speziell für die Entwicklung einer Kamera, die vor 20 Jahren bei der Giotto-Mission Bilder vom Kometen Halley geliefert hatte. Am Festtag der Forscher und Mitarbeiter in Lindau nahmen auch 340 Schüler aus der Region teil. Sie informierten sich über die Arbeit im Institut.

Erklärt Schülern am Modell die Giotto-Mission: Rainer Kramm vom Max-Planck-Institut. Jelinek

Lindauer Forscher feiern mit zahlreichen Gästen

Max-Planck-Institut ausgezeichnet: 340 Schüler informieren sich am „Ort im Land der Ideen“

Seit gestern darf sich das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Lindau als „Ort der Ideen“ bezeichnen. Die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ zeichnete die Einrichtung im Eichsfeld aus.
Katlenburg-Lindau
(hho).

Mit einer Reihe von Programmpunkten feierten die Sonnensystemforscher und Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts den Festtag. Im Foyer und in den Fluren herrschte zeitweilig Andrang, der an den Tag der offenen Tür im Herbst vergangenen Jahres mit damals mehr als 8000 Besuchern erinnerte.
Bei der Führung durch das Institut samt Kometenausstellung konnten sich vormittags 340 Schüler aus den Landkreisen Göttingen und Northeim – unter ihnen Klassen der Realschule Katlenburg-Lindau sowie der Berufsbildenden Schulen und der Heinz-Sielmann-Realschule in Duderstadt – einen Einblick von der Arbeit der Wissenschaftler verschaffen. Auch die Mädchen und Jungen des örtlichen Kindergartens waren der Einladung gefolgt. An einer Kometenbahn auf einem der Kantinen-Tische machten sie spielerisch Bekanntschaft mit physikalischen Gesetzen.

 

 

 

Per Videokonferenz beglückwünschte Prof. Ulrich Christensen, Geschäftsführender Direktor des MPS, den in Holland weilenden Wissenschaftler Horst Uwe Keller, der 1986 in Lindau für die Entwicklung der Kamera maßgeblich verantwortlich zeichnete. Glückwünsche ans Institut richtete Michael Wickmann, Landrat des Landkreises Northeim. Er wies darauf hin, dass das Institut wichtiger Bestandteil des Landkreises und der Gemeinde Katlenburg-Lindau sei.
Dem Festvortrag von Prof. Rainer Schwenn über die Mission Giotto folgte die Eröffnung der Kometenausstellung, die während der Öffnungszeiten des Max-Planck-Instituts bis zum 9. April von allen Interessierten besucht werden kann. Einzigartige Exponate, darunter der Gaußsche Kometensucher und weitere wertvolle Ausstellungsstücke sowie Literatur, steuerten die Gauß-Gesellschaft und die Universitätsbibliothek Göttingen bei.

Bundesweiter Wettbewerb

Höhepunkt am Nachmittag war der Festakt im Hörsaal. Stellvertretend für die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ zeichnete Hans-Hermann Spangenberg von der Deutschen Bank AG aus Göttingen das Max-Planck-Institut als „Ort der Ideen“ aus. Die Deutsche Bank ist exklusiver Partner des vom Bund initiierten Wettbewerbs unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Ausgewählt werden Unternehmen und Institutionen, die im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft dazu beitragen, Deutschland als kreativ- und innovationsfreudiges Land zu präsentieren.Das MPS ist einer von bundesweit 365 Orten. Im Herbst 2005 hatte sich das Lindauer Institut unter mehr als 1200 Orten beworben – speziell mit der Idee der ersten weltraumtauglichen, in der zivilen Raumfahrt eingesetzten hochauflösenden Kamera. Genau gestern vor 20 Jahren, am 13. März 1986, hatte diese Halley Multicolour Camera (HMC) auf dem Weg der europäischen Raumsonde Giotto zum Kometen Halley erste Bilder eines Kometenkerns geliefert.

Kometen-Wissen: Spielerisch lernen die Lindauer Kinder.

 

 

... gespannt warten Nicola und Lars auf den Start zum Kometen ...

 

.... Maxi hatte Angst vor Meteoriteneinschlag im Vorführraum ... er behielt vorsichtshalber seine D...-Mütze auf ...