Kooperationen Schule und Betrieb

Die Unternehmen sollen den Schülerinnen und Schülern im Verlauf ihrer Schullaufbahn als Modell der unternehmerischen Arbeitswelt in verschiedenen Jahrgangsstufen und in unterschiedlichen Fächern begegnen.

Kooperationsformen:

- Unterricht im Unternehmen

- Betriebs-/ Schulerkundungen

- Experten in Schule und Unterricht

- Materialbeschaffung

- Kulturelle Leistungen der Schulen für die Partner-Unternehmen (Kunstausstellungen, Konzerte, etc.)

- Sonstige Aktivitäten

Vertragsunterzeichnung -

Wir bedanken uns für die Fotos bei der Bildungsregion-Göttingen.

Quelle: Bildungsregion-Göttingen online

23.09.11

Pressemitteilung vom 23.09.2011

Rhumetalschule versprüht Farbe

Indula GmbH und Rhumetalschule werden ein SchulBetrieb.

Katlenburg-Lindau.

Die Schüler/innen des Wahlpflichtkurses Kunst der Rhumetalschule bekommen mit Unterstützung der Indula GmbH etwas Besonderes geboten. Das Siebdruckverfahren wird zum Unterrichtsgegenstand und von den Schüler/innen selbständig im Betrieb angewendet. Zuvor arbeitet Kunstlehrerin Cornelia Wieland einen Tag lang im Betrieb mit, um selbst das Verfahren kennen zu lernen. Dies ist jedoch nur eines der Projekte, die die Indula GmbH mit der Rhumetalschule zukünftig durchführt. Die Schule tritt mit dieser Kooperation nach außen und blickt über ihren Tellerrand, ebenso wie das Unternehmen, das die Schule besser kennen lernt.

„Die Schüler müssen erkennen, dass die Betriebe ihre Zukunft sind und die Betriebe müssen lernen, dass unsere Schüler ihre Zukunft sind“, so Rolf Huchthausen, Schulleiter der Rhumetalschule Katlenburg-Lindau. Die Projekte geben den Schüler/innen Orientierung und helfen ihnen, spätere Entscheidungen zu treffen. Zur Vorbereitung auf die Zukunft gehört auch ein Bewerbungstraining, das Mitarbeiter/innen der Indula GmbH mit Schüler/innen durchführen werden. Ingrid Lange, Geschäftsführerin der Indula GmbH betont: “Früher als das Unternehmen gegründet wurde musste man sich keine Gedanken darüber machen, neue Mitarbeiter zu finden, heute sieht das ganz anders aus und daher bemühen wir uns den Schülern/innen schon früh zu zeigen, wer wir sind und was wir machen, wir wollen außerdem den Schülern/innen die betriebliche Praxis insgesamt näher bringen“.

Eine weitere Lernpartnerschaft der Initiative SchulBetrieb wurde am 22. September 2011 mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung verabschiedet. Begleitet von Auftritten der Bläserklasse der Rhumetalschule unterzeichneten Ingrid Lange und Rolf Huchthausen gemeinsam mit Landrat Michael Wickmann und Dr. Gülen Özaktürk von der Bildungsregion Göttingen den Kooperationsvertrag. Neben den Vertretern des Unternehmens und der Schule sowie des Schulträgers nahmen auch der örtliche Geschäftsführer der IHK, Dr. Martin Rudolph, als strategischer Partner der Initiative SchulBetrieb und die Landtagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt an der feierlichen Unterzeichnung teil.

Quelle: HNA online

 23.09.2011

Rhumetal-Schule beschreitet neuen Weg

Katlenburg-Lindau. Aus einer Schule und einem Betrieb wird ein Schulbetrieb. Profitieren sollen von dieser Kooperation beide Seiten: Die Schüler, um besser auf das bevorstehende Arbeitsleben vorbereitet zu werden, und das Unternehmen, um die Fühler nach qualifiziertem Nachwuchs auszustrecken.

Eine solche Kooperation sind jetzt die Rhumetal-Schule in Lindau und das örtliche Unternehmen Indula GmbH eingegangen. „Wir müssen unseren Schülern etwas Besonderes bieten“, brachte es Rektor Rolf Huchthausen während der Feierstunde zur Unterzeichnung des Vertrags auf den Punkt. Dazu gehört nach seiner Meinung, dass sich die Lehranstalt endlich und weit öffnen muss.

„Wenn Schüler vor dem Eintritt ins Berufsleben wissen, was sie erwartet, wäre das eine ausgezeichnete Sache“, sagte Huchthausen. Es sei wesentlich besser, wenn vorher die Möglichkeit zum Schnuppern in Unternehmen bestehe, als wenn die jungen Menschen nach kurzer Zeit in der Ausbildung merkten, dass dieser Beruf nichts für sie sei und dann eine Bruchlandung hinlegen würden.

Die Kooperation sieht Unterricht im Unternehmen vor, Betriebs- und Schulerkundungen, Experten aus der Firma in der Schule, Materialbeschaffung und kulturelle Angebote wie Ausstellungen oder Konzerte in der Partner-Firma.

Die Zusammenarbeit ist jetzt amtlich: Dr. Gülen Özaktürk, Ingrid Lange, Michael Wickmann und Rektor Rolf Huchthausen (von links) unterzeichneten den Vertrag zwischen der Rhumetal-Schule und der Firma Indula.      

Foto:  Oschmann

Chancen für beide Seiten

Das sehen Ingrid und Klaus Peter Lange von der Firma Indula, die unter anderem auf Industrielackierung, Siebdruck, Werbetechnik und Pulverbeschichtungen spezialisiert ist, genau so. Sie machten deutlich, dass es nicht immer leicht sei, gute und engagierte Auszubildende zu bekommen. In der Kooperation biete sich eine gute Chance für beide Seiten. Indula beschäftigt derzeit sieben Auszubildende und 60 Mitarbeiter.

Von den Pädagogen der Rhumetal-Schule ist die Zusammenarbeit positiv aufgenommen worden. Lehrerin Cornelia Wieland wird sich schon in wenigen Tagen mit der Siebdruck-Technik bei Indula vertraut machen, um diese im Kunstunterricht zu vermitteln. Nils Passian erhofft sich für den Wirtschaftsunterricht neue Wege und spannenden Lehrstoff. Konrektor Thorsten Kriegel verwies auf das erste gemeinsame Projekt, ein T-Shirt mit Schulemblem. „Die Zeichnung stammt aus dem Kunstunterricht, gedruckt wurden die Shirts bei Indula.

Initiiert und kräftig angeschoben werden die Kooperationen Schulbetrieb von der Projektleiterin des Regionalverbandes, Dr. Gülen Özaktürk. Sie stellte heraus, dass die Idee im Landkreis Northeim, in dem bereits 14 Kooperationen bestünden, auf sehr fruchtbaren Boden gefallen sei.

Darüber freut sich auch Landrat Michael Wickmann. Er sieht in der Zusammenarbeit einen Schritt, Arbeitsplätze in der Region künftig mit heimischen Fachkräften besetzen zu können. Ein großer Vorteil sei, dass sich die Jugendlichen während der Schulzeit mit Auszubildenden und Mitarbeitern von Unternehmen austauschen können. „Vielleicht kann durch diese mit der Kooperation verbundenen Bindung der Arbeitskräfte der Überalterung der Region verhindert werden.             

Text: Oschmann